Lexikon

Einige der Begriffe im Text sind Ihnen unklar? Warum wird permanent von Mikronährstoffen geredet? Und was ist eigentlich der Energiestoffwechsel? Fremdwörter, Fachchinesisch - für viele ist das kaum verständlich. Deshalb haben wir Ihnen ein kleines Lexikon zusammengestellt, das Ihnen die wichtigsten Begriffe erklärt.

Antioxidantien

sind die Gegenspieler der freien Radikale und verhindern, dass Substanzen oder auch Zellbestandteile von freien Radikalen angegriffen und oxidiert werden. Sie fangen freie Radikale ab, reagieren chemisch mit ihnen und machen sie somit unschädlich. Aus diesem Grund werden sie häufig auch als Radikalfänger bezeichnet. Wichtige Antioxidantien sind Vitamin C, Vitamin E oder Selen. Als Antioxidantien reagieren sie bevorzugt mit freien Radikalen und schützen somit die Zellen im Körper.

Bioverfügbarkeit

gibt an, wie schnell und in welchem Umfang ein Wirkstoff aus einem Arzneimittel freigesetzt, vom Körper aufgenommen (resorbiert) wird und am Wirkort zur Verfügung steht. Sie lässt sich durch Messung der Konzentration des Wirkstoffes z. B. im Blut feststellen. Je nachdem, welche Darreichungsform das Produkt hat, ist die Bioverfügbarkeit unterschiedlich. Bei Medikamenten, die intravenös verabreicht werden, ist die Bioverfügbarkeit definitionsgemäß 100%.

Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)

gibt gemeinsam mit der Österreichischen (ÖGE) und Schweizer (SGE) Gesellschaft für Ernährung gemeinsam die Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr heraus. Ziel dieser Referenzwerte sind die Erhaltung und Förderung der Gesundheit und damit der Lebensqualität. Die Zufuhr von Mikronährstoffen in Höhe der Empfehlungen sollen bei nahezu allen gesunden Personen der Bevölkerung die lebenswichtigen Funktionen sicherstellen. Die Referenzwerte beziehen sich allerdings nicht auf die Versorgung von Kranken und Rekonvaleszenten, die einen erhöhten Bedarf haben.

Energiestoffwechsel

Stoffwechsel der Energiegewinnung; aus der Nahrung wird Energie gebildet, die dem Körper für seine Funktionen zur Verfügung steht. Bestimmte Mikronährstoffe helfen bei der Energiegewinnung.

Gluten

ist ein Getreideprotein, das z.B. in Weizenstärke enthalten ist, nicht aber in Reis, Mais- oder Kartoffelstärke. Patienten mit Zöliakie vertragen dieses Protein nicht und müssen sich glutenfrei ernähren.

Knochendichte

Knochenmasse allgemein bzw. der Gehalt des Knochens an Mineralstoffen

Mikronährstoffe

sind Stoffe, die der Stoffwechsel tierischer Organismen in der Nahrung aufnehmen muss, ohne dass sie Energie liefern.

Österreichischer Ernährungsbericht

wird vom Institut für Ernährungswissenschaften der Universität Wien veröffentlicht und bietet einen detaillierten Überblick über die Ernährungssituation in Österreich. Einen wichtigen Schwerpunkt bildet das Kapitel über den Ernährungszustand verschiedener Bevölkerungsgruppen auch im Vergleich zur Situation vor fünf Jahren. Erste Ergebnisse der im Jahr 1991 begonnenen Österreichischen Studie zum Ernährungsstatus wurden im Österreichischen Ernährungsbericht 1998 veröffentlicht. Die aktuellen Daten stammen aus dem Jahr 2008.

Osteoporose

Knochenschwund; krankhafter Abbau der festen Knochensubstanz, der zur Brüchigkeit der Knochen führt und oft mit quälenden Schmerzen einhergeht. Die Osteoporose tritt im höheren Alter auf und betrifft überwiegend Frauen nach den Wechseljahren. Hier kann es zu einer Verkrümmung der Wirbelsäule und schließlich zum so genannten "Witwenbuckel" kommen. Doch auch Männer können betroffen sein.

Radikale, freie

sind sehr reaktive und aggressive Verbindungen, die in kleinen Mengen bei normalen Stoffwechselvorgängen im Körper gebildet werden und z. B. im Immunsystem für die Zerstörung der Krankheitserreger benötigt werden. In größeren Mengen entstehen sie durch äußere Faktoren wie z.B. Umweltbelastungen, UV-Strahlung oder Zigarettenrauch und können dann Körperzellen angreifen und schädigen. Sie sind z.B. an der Entstehung von Arteriosklerose und Krebs beteiligt.

Rekonvaleszenz

Zeit der Genesung, die sich an eine (längere) Krankheit anschließt. Die Leistungsfähigkeit ist noch vermindert, nimmt aber langsam zu, während sich die Krankheitserscheinungen und -folgen immer mehr zurückbilden und die Gesundung fortschreitet.

Resorption, Absorption

beschreibt die Aufnahme von Substanzen aus dem des Magen-Darmtrakts in den Körper bzw. über die Haut in das Blut.

Stoffwechsel

zusammenfassender Begriff für alle Vorgänge und Reaktionen im Körper. Er umfasst im Allgemeinen die Zufuhr und Umwandlung von Nährstoffen (Eiweiß, Kohlenhydrate, Fette, Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente), sowie die Abgabe der "Abfallstoffe" über Harn oder Stuhl. Stoffwechselerkrankungen sind Krankheiten, bei denen der Körper entweder die aufgenommenen Stoffe nicht verarbeiten kann und sie ungenutzt wieder ausscheidet, oder sie falsch verwertet bzw. im Körper anhäuft und sich selbst schädigen kann. Stoffwechselerkrankungen können angeboren (Fehler im Erbgut des Menschen) oder über einen längeren Zeitraum erworben (erhöhter Cholesterinspiegel in Folge langjährigem starken Übergewicht) sein.

Wechselwirkung

Einfluss von Nahrung, Medikamenten oder Mikronährstoffen auf die Wirkung eines eingenommenen Medikaments. Dabei kann einerseits die Aufnahme in den Körper verändert werden (z. B. gehemmt) oder die Wirksamkeit des Arzneistoffs im Körper vermindert aber auch erhöht sein.